Am 30. September 2015 hat das Komitee "Bürgerliche gegen zweite Röhre" eine Medienmitteilung zur aktuellen Mitgliederzahl sowie dem Widerstand im Kanton Tessin versandt.

Widerstand aus dem Kanton Tessin

Medienmitteilung und Referate der Pressekonferenz vom 8. Juni 2015

Informationen zum Referat von Thomas Minder zur Missachtung des Volkswillens und der Gefahr der EU-Lastwagen sind bei ihm persönlich einzuholen.

Im Kanton Tessin besteht seit vergangenem November ein bürgerliches Komitee gegen einen zweiten Gotthardstrassentunnel. Nun wurde nun ein gesamtschweizerisches Komitee gegründet.

 

Heute hat sich das Komitee „Bürgerliche gegen zweite Röhre“ anlässlich einer Pressekonferenz in Bern vorgestellt. Bekanntgegeben wurden das Co-Präsidium sowie die Argumente, die aus bürgerlicher Sicht gegen die Vorlage von Bundesrat und Parlament sprechen. Mitglieder des Co-Präsidiums sind die Ständeräte Konrad Graber (CVP, LU), Thomas Minder (parteilos, SH) und Markus Stadler (GLP, UR), die Nationalrätinnen Isabelle Chevalley (GLP, VD), Maja Ingold (EVP, ZH) sowie Barbara Schmid-Federer (CVP, ZH). Ebenfalls im Co-Präsidium sind zwei Tessiner FDP-Vertreter. Zum einen Moreno Colombo, Gemeindepräsident von Chiasso, zum anderen Claudio Bordogna, alt-Kantonsrat und Bankdirektor. Nun werden weitere Mitglieder in den Kantonen gesucht.

 

Während Konrad Graber von einer unglaubwürdigen Vorlage mit zwei Spuren, von denen nur eine befahren werden soll, sprach, erachtete Thomas Minder eine zweite Strassenröhre am Gotthard als Angriff auf den Volkswillen und sieht neue Gefahren aufgrund der EU-Lastwagen. Der Tessiner Vertreter Antoine Turner (FDP) betonte, dass die Verkehrssituation im südlichen Kantonsteil bereits heute unzumutbar sei und eine 2. Röhre die Lage nur noch verschlimmern würde. Isabelle Chevalley sprach von einem „finanzpolitischen Unsinn“, derart viel Geld zu investieren, ohne davon einen Mehrwert zu erhalten. Eine Verladelösung und die NEAT würden den Zugang zum Kanton Tessin garantieren. Mit einer absenkbaren Mittelleitplanke und dem Verlad des Güterverkehrs auf die NEAT hätte man schneller und mehr Sicherheit als erst in zwanzig Jahren mit einer 2. Röhre, argumentierte Maja Ingold. Der Erfolg der NEAT würde durch eine zweite Röhre gefährdet.

Stellungnahme von Moreno Colombo in Schaffhauser Nachrichten

Der Stadtpräsident von Chiasso, Moreno Colombo (FDP), hat in der Zeitung "Schaffhauser Nachrichten" zu einer zweiten Röhre Stellung genommen. Er begründet, warum er das Vorhaben von Bundesrat und Parlament klar ablehnt.

Unabhängige Ingenieure und Verkehrsexperten haben am 3. September 2015 ein Projekt vorgelegt, wie die Sanierung des Gotthardstrassentunnels mit einer Verladelösung ohne Verkehrseinschränkungen und viel billiger als mit einer zweiten Röhre saniert werden könnte.

Sanieren ohne verlieren

Mehr Sicherheit für weniger Geld

Am 22. Oktober 2015 hat das Komitee "Bürgerliche gegen zweite Röhre" eine Medienmitteilung zur Verbesserung der Sicherheit im Gotthardstrassentunnel veröffentlicht. Dies geht um einiges einfacher und billiger, als es die Befürworter einer zweiten Röhre gerne hätten.

Medienmitteilung des Tessiner bürgerlichen Komitees

Das Tessiner bürgerliche Komitte ist nicht einverstanden mit den Äusserungen des Tessiner Staatsrats. Es wurde deshalb am 11. November 2015 eine Medienmitteilung versandt und auf die Bedrohungen für den Kanton Tessin durch eine zweite Röhre hingwiesen.

Pressekonferenz vom 16.12.2015 in Bern

Das Komitee „Bürgerliche gegen zweite Röhre“ trat an der Pressekonferenz vom 16. Dezember 2015 in Bern zusammen mit dem Verein „RailValley“ und der Gruppierung „Sanieren ohne Verlieren“ auf. Es wurden alternative Lösungsansätze präsentiert und zu den neusten Informationen des ASTRA Stellung genommen

Scheinargument Sicherheit

Neue Autotechniken, billigere Alternativen und die durch Lastwagen verursachten schweren Unfälle sprechen eine klare Sprache: Eine zweite Röhre aus Sicherheitsgründen macht keinen Sinn. Vielmehr verhindert Sie die Verlagerung des Schwerverkehrs, der bis anhin praktisch alle schweren Unfälle im Gotthardstrassentunnel verursacht hat.

Saftige Rechnung für die 2. Röhre

Die Verkehrskommission des Ständerates hat am 18. Februar 2016 über die Finanzierung des Nationalstrassen- und Agglomerationsfonds NAF beraten. Dabei zeigt sich: Die 2. Röhre vergrössert das Loch in der Strassenkasse beziehungsweise in der allgemeinen Bundeskasse – zum Leidwesen aller. Das Komitee „Bürgerliche gegen zweite Röhre“ lehnt eine 2. Röhre am Gotthard deshalb ab.